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Nicole Gruschinski

Feuerwehr Gladbeck testet neue Einsatztechnik

Feuerwehr Gladbeck testet neue Einsatztechnik
Thorsten Koryttko, Leiter der Feuerwehr Gladbeck, mit der Einsatzdrohne. Sie ist als Drohne der Feuerwehr gut zu erkennen. Fotos: Stadt Gladbeck

Eine automatisierte Drohne zur Fernerkundung wird derzeit getestet - Drohnen ermöglichen in einem sehr kurzen Zeitraum einen Überblick über die Schadensstelle und -ausmaß zu gewinnen

Die Feuerwehr Gladbeck setzt auf moderne Technik, um Einsatzstellen künftig noch schneller und umfassender beurteilen zu können. Dafür testet die Feuerwehr aktuell eine automatisierte Drohne zur Fernerkundung. Mit der Einführung des Drohnensystems wird die Lageerkundung aus der Luft zu einem wichtigen Bestandteil der Einsatzführung.

Drohnen ermöglichen der Feuerwehr an der Einsatzstelle in einem sehr kurzen Zeitraum einen Überblick über die Schadensstelle und das Schadensausmaß zu gewinnen. Aus der Luft
liefern die eingebauten Kameras (Normalbild und Wärmebild) schnell ein umfassendes Lagebild und sind sogar in der Lage, Bilder aus schwer zugänglichen Bereichen zu liefern. Das Einsatzspektrum ist dabei vielfältig. Neben der Lagebeurteilung bei Bränden können Drohnen beispielsweise bei größeren Unglücksfällen im Straßen- oder Schienenverkehr, bei Hochwasserereignissen oder zur Dokumentation und späteren Auswertung von Einsätzen eingesetzt werden. Die technischen Möglichkeiten moderner Systeme gehen damit deutlich über die klassische Erstellung eines Luftbildes hinaus.

Sichere Landung der Drohne jederzeit gewährleistet

Der Einsatztest ist zunächst auf drei Monate ausgelegt. Im Einsatzfall wird die Drohne parallel zur Alarmierung der Einsatzkräfte durch die Freigabe eines externen Piloten gestartet und fliegt auf kürzestem Weg die Einsatzstelle an. Der gesamte Flug wird mit Hilfe verschiedenster Sensoren überwacht. Der Pilot in der externen Flugleitstelle kann jederzeit in
den automatisierten Flug eingreifen und die Drohne sicher steuern, sollte dies erforderlich sein. Zur Reduzierung des Restrisikos im Fall eines unvorhergesehenen Absturzes kommt das integrierte Fallschirmsystem zum Einsatz; dieses System ist so ausgelegt, dass im Notfall eine sichere Landung der Drohne gewährleistet ist.

Besonders wertvoll ist der Informationsgewinn durch die Drohne für die Einsatzleitung: Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle übermittelt die Drohne Live-Bilder direkt an das digitale Führungssystem der Feuerwehr. Damit kann die Einsatzleitung bereits während der Anfahrt ein erstes Bild von der Lage gewinnen und notwendige Maßnahmen frühzeitig einleiten. Je nach Situation können beispielsweise zusätzliche Rettungsmittel und Einsatzkräfte oder weitere Behörden nachgefordert werden. Gerade bei zeitkritischen Einsatzlagen kann der zusätzliche Informationsgewinn entscheidend sein.

Quelle: Stadt Gladbeck

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