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Nicole Gruschinski

Museum bittet um Mithilfe für Ausstellung zu arbeitenden Frauen in der Bekleidungsindustrie

Museum bittet um Mithilfe für Ausstellung zu arbeitenden Frauen in der Bekleidungsindustrie
Foto: Sabine van Erp/Pixabay

Sonderausstellung „Von Schnittmustern, Nähmaschinen und Plätteisen...“ soll im Herbst nächsten Jahres gezeigt werden

Immer noch sind der Bergbau und die Industriegeschichte männlich dominiert. So weiß man viel über die Bergleute, über Bergbau- und Industriegeschichte in Gladbeck und Umgebung. Doch was ist mit den Frauen?

Sie haben nicht nur ihren Männern den Rücken freigehalten, den Haushalt geführt und die Familie zusammengehalten. Viele von ihnen fanden insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg einen Arbeitsplatz in der Textil- und Bekleidungsindustrie.

Sonderausstellung

Im Herbst nächsten Jahres soll im Museum der Stadt Gladbeck, Burgstraße 64, 45964 Gladbeck, die Sonderausstellung „Von Schnittmustern, Nähmaschinen und Plätteisen...“ über Frauen in der Textilindustrie im Kreis Recklinghausen gezeigt werden. Die Idee, die vom Arbeitskreis Recklinghäuser Frauengeschichte konzipierte Ausstellung auch nach Gladbeck zu holen, kam von der SPD-Ratsfraktion, die im Januar 2023 dazu beim Kulturausschuss einen Antrag eingebracht hatte. Museumsleiterin Dr. Susanne Peters-Schildgen befürwortete den Vorschlag, führte doch die Bekleidungsindustrie und damit auch die Geschichte der Frauen in der Industrie eine beachtliche Existenz im Ruhrgebiet. Vor allem geflüchtete und vertriebene Unternehmer aus den Textilzentren im Osten bauten sie direkt nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Wichtige Zentren der Produktion waren neben Recklinghausen auch Gelsenkirchen, Duisburg, Wattenscheid und Gladbeck.

Die neue Ausstellung will nun auch den Blick auf jene Frauen lenken, die damals in der über Gladbecks Stadtgrenzen hinaus bekannten Modefirma Buschfort beschäftigt waren. Um diese Ausstellung mit Leben zu füllen, werden Gegenstände aus der Arbeitswelt der Frauen bei der Firma Buschfort gesucht. Dies können Arbeitszeugnisse, Ausbildungs- und Arbeitsverträge, Fotos oder Gegenstände aus der Produktion sein. Willkommen sind darüber hinaus persönliche Erinnerungen und Geschichten rund um den Arbeitsalltag von Frauen in der Bekleidungsbranche von damals.

Wer solche oder andere passende Gegenstände und Geschichten zur Ausstellung beisteuern möchte, ist herzlich eingeladen, sie im Kulturamt der Stadt Gladbeck im Haus der VHS (Friedrichstraße 55) mit Nennung seines Namens und seiner Kontaktdaten abzugeben. Das Kulturamt ist von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr sowie Freitag von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet.

Foto: Stadt Gladbeck

Quelle: Stadt Gladbeck

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