zum Hauptinhalt springen

Nicole Gruschinski

Kita-Gipfel: Gemeinsam die Betreuungssituation in Gladbeck verbessern

Kita-Gipfel: Gemeinsam die Betreuungssituation in  Gladbeck verbessern
Foto: Carole LR/Pixabay

In fünf Monaten soll ein weiterer Kita-Gipfel stattfinden, in dem auf Grundlage eines ersten Entwurfes eine gemeinsame Erklärung erarbeitet werden soll

Um gemeinsam die Betreuungssituation in Gladbeck zu verbessern, hatte Bürgermeisterin Bettina Weist in der vergangenen Woche zum „Kita-Gipfel“ in die Kindertagesstätte Oase an der Breslauer Straße eingeladen.

Zahlreiche Vertreter von Trägern, des LWL, der Kitas, der Elternschaft, der Kindertagespflege und der Verwaltung folgten der Einladung. Bürgermeisterin Bettina Weist betonte: „Unser gemeinsames Ziel ist es, möglichst vielen Kindern von klein auf soziale Integration und die bestmöglichen Bildungschancen zu eröffnen.“

Die Kita-Situation in Gladbeck ist angespannt: Die Versorgungsquote bei Kindern Ü3 liegt aktuell bei 86,9 Prozent. Es fehlen derzeit 331 Betreuungsplätze, um eine Versorgungsquote von 98 Prozent zu erreichen. Die Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren liegt mit einer Quote von 29,7 Prozent deutlich darunter. In Summe sind 895 unversorgte Kinder im Kita-Navigator registriert. Ein Blick auf die aktuellen Versorgungszahlen stimmt Bürgermeisterin Bettina Weist deshalb besorgt: „Diese Zahlen verdeutlichen, dass wir dringend handeln müssen. Trotz zahlreicher Baumaßnahmen und zusätzlicher Betreuungsangebote steigen die Zahlen der nicht versorgten Kinder weiter an. Deshalb habe ich den Impuls gegeben, alle Akteurinnen und Akteure an einen Tisch zu holen, damit wir gemeinsam Lösungen entwickeln, um die Betreuungssituation in Gladbeck zu verbessern.“

Gladbecker Kita-Modell

Vor diesem Hintergrund haben rund 30 Experten der Kita-Träger, des Personals der Kitas sowie Eltern konstruktiv und kreativ diskutiert, um auch abseits üblicher Wege Abhilfe zu schaffen. Die Veranstaltung war in vier Themenblöcke unterteilt, die jeweils durch einen kurzen Impuls eingeleitet wurden: „Kita-Alltag“, „Arbeit in der Kita“, „Räume schaffen – außen wie innen“ sowie „Was tun? Sondersituation – Sonderwege ‚Das Gladbecker Kita-Modell‘“. Alle Vorschläge wurden gesammelt und werden nun durch die Verwaltung geprüft. Später sollen in gleicher Runde Umsetzungsmöglichkeiten erörtert werden. Dabei wurden Anregungen für eine unmittelbare Umsetzung hier vor Ort, wie z.B. weitere alternative vorschulische Angebote zu schaffen, als auch Wünsche an die Landes- und Bundesregierung, u.a. nach einer wirklich auskömmlichen Finanzierung, formuliert.

In fünf Monaten soll ein weiterer Kita-Gipfel stattfinden, in dem auf Grundlage eines ersten Entwurfes eine gemeinsame Erklärung erarbeitet werden soll. Diese Erklärung soll konkrete Vorschläge zur Reform des Kita Bildungsgesetzes sowie die Forderung nach Öffnung des bisher aus Sicht der Handelnden zu strengen Regelwerkes, wie z.B. die Beschäftigung von Quereinsteigern in den Kitas, enthalten. Darüber hinaus sollen zusätzliche kleinere Angebote im vorschulischen Bereich geschaffen werden, die den klassischen Kita-Platz zumindest in Teilen kompensieren sollen. „Ziel soll es sein, dass kein Kind die Schule ohne vorherige Kita-ähnliche Gruppenerfahrung betritt“, unterstreicht Sozialdezernent Rainer Weichelt.

erfolgreicher Austausch

Eine denkbare Möglichkeit dabei: Die Nutzung der Kita-Räume zwischen 16 und 20 Uhr oder samstags für kleine vorschulische Gruppen. Außerdem ist auch die Nutzung von OGS-Schulraum beispielsweise im Vormittagsbereich denkbar. Darüber hinaus sollen weitere konkrete Schritte zur Umsetzung vereinbart werden. „Es war ein erfolgreicher Austausch an dem deutlich wurde, dass allen eine Lösung im Sinne der Gladbecker Kinder am Herzen liegt und die Bereitschaft besteht, gemeinsam hierfür zu arbeiten“, zieht die Bürgermeisterin ein positives Fazit.

Foto: Stadt Gladbeck

Quelle: Stadt Gladbeck

Sie möchten eine Anzeige auf Lebensart Gladbeck schalten oder einen PR-Artikel veröffentlichen? Dann nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir melden uns bei Ihnen!

Zurück zur Newsübersicht

Weitere Nachrichten

Nicole Gruschinski

Feuerwehr Gladbeck testet neue Einsatztechnik

Die Feuerwehr Gladbeck setzt auf moderne Technik, um Einsatzstellen künftig noch schneller und umfassender beurteilen zu können. Dafür testet die Feuerwehr aktuell eine automatisierte Drohne zur …
Thorsten Koryttko, Leiter der Feuerwehr Gladbeck, mit der Einsatzdrohne. Sie ist als Drohne der Feuerwehr gut zu erkennen.
Fotos: Stadt Gladbeck

Nicole Gruschinski

Abschied vom Kaiser, Vorfreude auf den neuen König

Freizeit Die Rentforter Schützen des Schützenvereins Rentfort 1898 e.V. feiern in diesem Jahr wieder ihr Schützenfest auf der Festwiese an der Johowstraße. Als letztes Gladbecker Schützenfest der Saison soll …
Spannende Frage: wer folgt Christoph I. (Mitte) auf den Schützenthron?
Fotos: Nicole Gruschinski

Nicole Gruschinski

Zirkusluft und Sommerspaß

Familien Manege frei hieß es am Kotten Nie: 51 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren stürmten die Manege und präsentierten vor über 100 Besuchern ihre eigene große Zirkusshow, der strahlende Höhepunkt einer …
Foto: Stadt Gladbeck

Nicole Gruschinski

Vorplatz der Mathias-Jakobs-Stadthalle wird neugestaltet

Gesellschaft Die Stadt Gladbeck hat in dieser Woche mit der Neugestaltung des Vorplatzes der Mathias-Jakobs-Stadthalle begonnen. Die Arbeiten sind Teil des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt Gladbeck …
Der Vorplatz der Mathias-Jakobs-Stadthalle ist jetzt eine Baustelle.
Foto: Stadt Gladbeck

Nicole Gruschinski

Stadtbücherei Gladbeck macht 3D-Druck zugänglich

Freizeit Mit einem 3D-Drucker erweitert die Stadtbücherei Gladbeck ihr Angebot um eine moderne, kreative und alltagsnahe Technik. Nutzer können künftig eigene 3D-Modelle in der Bücherei drucken – von kleinen …
Ein 3D-Drucker erweitert das Angebot der Stadtbücherei.
Foto: Stadt Gladbeck

Nicole Gruschinski

Gemeinsame Innenstadtbegehung

Gesellschaft Wie steht es um die Gladbecker Innenstadt, welche Herausforderungen gibt es, und welche Lösungen lassen sich gemeinsam entwickeln? Schon mehrere Male war BürgermeisterinBettina Weist dazu gemeinsam …
Foto: Stadt Gladbeck

Nicole Gruschinski

Amtsübergabe im Lions Club

Gesellschaft Zum 1. Juli hat Marcus Steiner die Nachfolge von Rainer Knubben als Präsident des Lions Clubs Gladbeck angetreten. Der 51‑Jährige gehört seit 2021 dem Club an und übernimmt das Amt turnusgemäß für ein …
Symbolischen Übergabe der Gründungsurkunde. Marcus Steiner (rechts) gemeinsam mit seinem Vorgänger Rainer Knubben.
Foto: Lions Club