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Julia Liekweg

Lokale Impfmöglichkeiten für Gladbecker müssen her

Bürgermeisterin Bettina Weist hat in einem Brief an Minister Karl-Josef Laumann und Landrat Bodo Kimpel in einem Brief um lokale Impfmöglichkeiten für Gladbeck gebeten.
Bürgermeisterin Bettina Weist. Foto: Privat - Stadt Gladbeck

Bürgermeisterin Bettina Weist sorgt sich um die Impfsituation der Gladbecker Seniorinnen und Senioren

Nur einen Tag nach der neuesten Ansprache der Bundeskanzlerin am 19. Januar 2021 verkündete das Land NRW, dass die Impfstarts verschoben werden müssen.

In einem Schreiben wandte sich Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist am 21. Januar 2021 mit einer wichtigen Bitte an Karl-Josef Laumann, den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und an Landrat Bodo Kimpel. Die Forderung: Schnelle, dezentrale und lokale Impf-Lösungen für Gladbecker Seniorinnen und Senioren.

Bettina Weist resümiert die Corona-Lage

„Jetzt sank der Inzidenzwert erstmals seit vielen Wochen knapp unter den Wert von 200. In der Spitze wies unsere Stadt einen Inzidenzwert von 410 auf. Auch die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Corona ist sehr hoch: Bis heute mussten wir bei einer Einwohnerzahl von weniger als 80.000 Menschen 68 Todesfälle zählen – darunter viele Menschen über 80 Jahre“, heißt es zu Beginn des Schreibens der Bürgermeisterin. Weiter fasst sie zusammen, dass die Gruppenein- und -verteilungen im Rahmen der Corona-Schutzimpfungen eine eindeutige Sprache sprechen: Gut 4.800 Personen zählen zur ersten Impfgruppe, die die Bürgerinnen und Bürger älter als 80 Jahre alt und die Risikogruppe umfasst.

Am 20. Januar allerdings verkündete das Land NRW, dass die geplanten Impfstarts in den neu eingerichteten Impfzentren verschoben werden müssen – teilweise mussten Impftermine in Gesundheitseinrichtungen abgesagt werden. Grund genug für Bettina Weist, sich an den NRW-Minister und den Landrat zu wenden.

Impfungen müssen in Gladbeck möglich gemacht werden

Die Bürgermeisterin schreibt in dem Brief an Karl-Josef Laumann weiter, dass es sicherlich Seniorinnen und Senioren gebe, die selbst noch rüstig und mobil seien, um das zentrale Impfzentrum in Recklinghausen zu erreichen. Wieder andere könnten sich bestimmt auf Kinder und Enkelkinder verlassen, die Eltern und Großeltern fahren könnten. Allerdings, so betont Bettina Weist, dürfe man besonders diejenigen nicht vergessen, die weder selbst noch durch Verwandte die Möglichkeit haben, das Recklinghäuser Impfzentrum zu erreichen.

Bettina Weist bittet daher um lokale Möglichkeiten. Sie schreibt in dem Brief an den Minister: „Der Vorstand der Caritas hat berichtet, dass die Ruhrgebietskonferenz Pflege Ihnen den Vorschlag gemacht hat, die stationären Einrichtungen als kleine, lokale „Impfzentren“ zu nutzen, in denen die Menschen jetzt bereits geimpft sind. Für die Stadt Gladbeck ließen sich dadurch fast alle Senioren in einem Radius von einem Kilometer um diese stationären Einrichtungen erreichen.“

Für den Ernstfall gerüstet

Bettina Weist erklärt weiter, dass die Stadt Gladbeck schon für Alternativen zum Transport der Senioren gesorgt hätte, sollte es nicht zu Impfmöglichkeiten vor Ort kommen können. Die Stadtverwaltung habe zusammen mit dem DRK, dem Seniorenbeirat, dem Behindertenbeirat und noch einigen weiteren Akteuren ein "Team Gladbeck“ gebildet, um den Transport nach Recklinghausen ermöglichen zu können. Doch auch hierbei verweist die Bürgermeisterin auf einen engen Austausch, denn um einen solchen Transport gut organisieren zu können, müssen feste Zeitfenster bestehen können.

Unterschrieben sind die Anschreiben an Landrat Bodo Kimpel und Minister Karl-Josef Laumann nicht nur von Bettina Weist, sondern auch von Michael Dahmen, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Senioren, Soziales und Gesundheit der Stadt Gladbeck.

 

Mit Stand heute (22. Januar 2021) liegen uns keine weiteren Informationen bezüglich eines Antwortschreibens vor. Wir halten Sie aber auf dem aktuellen Stand der Kommunikation der Stadt Gladbeck mit dem Land NRW.

Quelle: Pressestelle Stadt Gladbeck

Julia Liekweg

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