Feuerwehr Gladbeck testet neue Einsatztechnik
Etwa aus derselben Zeit stammt die Kranenkanne. Das kunstvolle Gefäß aus Messing und
Kupfer besitzt drei Ausgüsse (Kranen). Üblicherweise wurden solche Kannen in der Mitte des
Tisches aufgestellt, so dass mehrere Personen gleichzeitig einschenken konnten. In
Anspielung auf die oft tropfenden Hähne und die bauchige Form wird dieser Kannentypus
umgangssprachlich auch „Dröppelminna“ oder „Drüppelliese“ genannt.
Klassizistischen Stil
Das dritte Objekt ist eine sogenannte Tazza. Diese Fußschale aus der Zeit um 1860 im
klassizistischen Stil ist in der Schalenmitte mit einem antikisierenden Relief geschmückt.
Dargestellt ist eine Wassernymphe mit Lorbeerkranz und maritimen Attributen.
Die Restaurierung im Deutschen Messingmuseum erfolgte in mehreren Arbeitsschritten:
Nach einer ersten groben Reinigung wurde die Patina durch Eintauchen der Objekte in
verschiedene basische und säurehaltige Lösungen entfernt. Anschließend erhielten die
Oberflächen einen schützenden, ultrafeinen Lacküberzug.
Fördervereins-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Voss und Museumsleiterin Dr. Susanne
Peters-Schildgen freuen sich über die gelungene Restaurierung. Nun sind die Objekte im
Museum wieder so zu sehen, wie sie einst für den Hausgebrauch gedacht waren – als
schimmernde Schönheiten und nicht als angelaufene Alltagsgefäße.