Schützenfest in Rentfort: Thomas I. Böckelmann ist neuer Schützenkönig - Bilderstrecke
Oft tauchen Fragen auf, die viele Menschen in dieser Situation beschäftigen. Wie lebt es sich ohne die vertraute Tagesstruktur? Wie fühlt es sich an, wenn die sozialen Kontakte, die der Beruf ganz selbstverständlich mit sich brachte, plötzlich wegfallen? Was bedeutet es, ohne Bühne auszukommen – weniger sichtbar, weniger wichtig zu sein? Und gelingt es, sich zu lösen, wenn man nicht mehr in gleicher Weise gebraucht wird? Welche Möglichkeiten gibt es, seine im Berufsleben erworbenen Fähigkeiten sinnvoll zu nutzen?
Raum für Reflexion
In dieser Übergangszeit braucht es vor allem eines: Raum. Raum für eine ehrliche Standortbestimmung, für persönliche Reflexion, für den Austausch mit anderen Betroffenen – und für das Bewusstsein, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ebenso wichtig ist die Klärung der eigenen Rolle in dieser kommenden Phase. „Manche sind gut vorbereitet“, weiß Dipl.-Pädagogin Elisabeth Gieseler aus Erfahrung. „Sie haben sich frühzeitig Hobbys gesucht und ihre sozialen Kontakte gepflegt.“ Doch nicht jeder startet mit einem solchen Vorsprung in den Ruhestand.
All das lässt sich in einem Workshop mit Gleichgesinnten aufarbeiten. Dipl.-Pädagogin, TZI‑Diplomierte und selbst Rentnerin Elisabeth Gieseler bietet den Teilnehmenden einen geschützten Rahmen, in dem sie in angenehmer Umgebung den eigenen Gedanken und Bedürfnissen auf die Spur kommen können. Die Idee zu diesem Workshop entstand, als sie nach einer Veranstaltung zwei etwa gleichaltrige Frauen traf, alle drei kurz vor dem Renteneintritt. Man kam ins Gespräch, und eine der Frauen erzählte, dass sie in einem halben Jahr in Rente gehe und noch gar nicht wisse, was sie dann tun solle. Ein Aha‑Moment für alle Beteiligten, denn sie befanden sich in einer ähnlichen Situation. Aus diesem spontanen Austausch heraus entstand der Entschluss, „etwas daraus zu machen“ und so entwickelte sich die Idee zu diesem Seminar.
Gemeinsamer Austausch
In dem Workshop sorgt Elisabeth Gieseler für eine Struktur, die Orientierung gibt und zugleich genügend Raum lässt, in sich zu gehen, Ambivalenzen wahrzunehmen, sich mit anderen auszutauschen und einen Blick nach vorn zu wagen. Es geht darum, die eigene Situation zu reflektieren, innere Übergänge bewusst zu machen und die persönliche Rolle in dieser neuen Lebensphase zu klären.
Der Kurs findet am Samstag, 19. September 2026, von 11 bis 17 Uhr im K4, Kirchstraße 4–6 in Gladbeck statt. Bereits ab 10:30 Uhr kann man sich an einem kleinen Stehcafé treffen. Der Kursbeitrag beträgt 15 Euro, eine Ermäßigung ist möglich. Das Angebot ist für Interessierte vor wie nach dem Ende der Berufstätigkeit in Trägerschaft der KEFB Bottrop/Gladbeck in Kooperation mit dem Sozialpastoralen Zentrum K4 in Gladbeck und dem Ruth Cohn Institut für TZI Rheinland/Westfalen.
Eigene Verpflegung ist mitzubringen; Heißgetränke stehen bereit. Wenn das Wetter mitspielt, wird im Garten getagt
Weitere Informationen und die Anmeldung erfolgen unkompliziert telefonisch unter 02041 / 706230 mit der Kursnummer O263501FZ.