Mit dem Heimatverein den Gladbecker Baudenkmälern und Kunstwerken auf der Spur
Die 56-jährige trägt ab sofort die begehrte Krone und folgt damit auf Michele Grade, die am Samstag auf der Bühne noch einmal bewegt auf ihr ereignisreiches Majestätenjahr zurückblickte. Zwei Tage lang stand die gesamte Innenstadt im Zeichen des Apfels und bot ein vielfältiges Programm für alle Generationen, von Musik und Tanz über Vereinspräsentationen bis hin zu Oldtimern und Kinderaktionen.
Der Samstag begann traditionell um 11 Uhr mit der Eröffnung durch Bürgermeisterin Bettina Weist und dem Fassanstich. Direkt danach startete die Apfel‑Olympiade, gewohnt humorvoll moderiert von Timo Düngen. Vier Kandidatinnen traten an: Andrea Spangenberg, Daniela Koscielski, Gabriele Alexander und Sabina Stolp, alle hochmotiviert und voller Elan, den Titel zu holen. Im Vorfeld lieferten sich Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist und Schwechats Bürgermeisterin Karin Baier ein außerkonkurrentliches Apfelspiralenschäl‑Duell, das Baier überraschend für sich entschied.
In der ersten Disziplin, dem Schälen der Apfelspirale, setzte sich Gabi Alexander mit einer Länge von 1,72 Metern knapp gegen Andrea Spangenberg durch. Beim anschließenden Stapeln der Apfelpyramide erreichten beide Kandidatinnen mit jeweils 27 Äpfeln einen Gleichstand. Die dritte und geheime Disziplin, ein Hindernisparcours mit einem Apfel auf dem Holzlöffel, entschied Sabrina Stolp mit 24,3 Sekunden für sich. Andrea Spangenberg verlor wertvolle Zeit, weil sie die Drehung vergaß und zurücklaufen musste, während Gabi Alexander hier den letzten Platz belegte. Damit lagen Gabi und Andrea punktgleich, und eine Stechfrage musste entscheiden.
„Wie lang war die längste ununterbrochene Apfelschale, die weltweit jemals an einem Stück geschält wurde?“ lautete die Frage. Gabi tippte auf 10,02 Meter, Andrea auf 5,40 Meter – tatsächlich sind es 52,52 Meter, allerdings nicht bei einer Apfelolympiade in Gladbeck, sondern 1976 von einer Amerikanerin. Allerdings brauchte die 12 Stunden dafür. Gabi lag näher und wurde damit neue Appeltatenmajestät 2026. Andrea Spangenberg erhielt als Zweitplatzierte die begehrte Küchenmaschine von Bosch gespendet von der ELE und kündigte an, im nächsten Jahr erneut antreten zu wollen. Gabi Alexander konnte ihr Glück kaum fassen, zur Teilnahme inspiriert hatte sie ihre Freundin Alexandra Lukassen, selbst ehemalige Majestät.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der feierlichen Krönung, erneut moderiert von Timo Düngen, gefolgt von einem Festumzug durch die Innenstadt. Darüber hinaus gab es in der City viel zu entdecken: Die Oldtimershow lockte zahlreiche Besucher an, der Kinderflohmarkt bot Gelegenheit zum Stöbern, und viele Vereine und Verbände präsentierten sich mit Aktionen und Leckereien. Die Geschäfte hatten geöffnet, und viele nutzten die Möglichkeit, kostenlos mit Bus und Bahn ins Zentrum zu fahren.
So wurde das Appeltatenfest 2026 zu einem lebendigen, fröhlichen Stadtwochenende – und Gabriele „Gabi“ Alexander zur strahlenden neuen Appeltatenmajestät.